Saisonverlauf 2015 von Teamfahrer Bernhard Maier

Saisonverlauf 2015 von Teamfahrer Bernhard Maier

Saisonverlauf 2015 von Teamfahrer Bernhard Maier


Saison 2015: Bernhard Maier / Österreich

IXS European Downhill Cup Kranjska Gora:
Kranjska Gora war mit Abstand eine der schwierigsten Strecken die ich in meinem Leben gefahren bin. Im trockenen Zustand macht die Strecke sehr viel Spaß da sie auch sehr technisch ist und nicht nur eine reine Speed-Strecke ist. Doch der Boden besteht rein aus Lehm. Leider hat es an dem Rennwochenende sehr stark geregnet und die Strecke verwandelte sich von einer lustigen technischen in eine sehr gefährliche, rutschige und extrem technische Schlammstrecke. Ich fuhr meine Trainings mit sehr viel Respekt aber trotzdem schnell. Leider wurden meine Trainingsläufe nicht gewertet bzw. nicht vermerkt. Leider durfte ich dann nicht starten.

IXS European Downhill Cup Schladming:
Schladming war sehr hartes Rennen. Ich kannte die Strecke sehr gut. Doch bei der Streckenbegehung wurde mir klar, dass die Strecke so gesteckt war das Sie sehr schnell aber auch extrem technisch wurde. Zusätzlich Regnete es auch noch das Ganze Wochenende. Für das Rennen wurde auch eine der alte Worldcupsektionen im Wald von 2009 geöffnet. Durch den ganzen Regen wurde dieses Stück der Strecke sehr  stark ausgefahren. Es war sehr technisch und sehr rutschig zu fahren. Man musste die perfekte Mischung zwischen Speed und Grip finden um diesen Teil gut zu fahren. Die Trainings verliefen sehr gut. Ich fühlte mich sehr schnell und auch sicher am Bike. Im Seeding Run versuchte ich im oberen Teil kraft zu sparen um in den Technischen Sektionen noch genug Kraft zu haben.  Der Finaltag begann sehr gut. Ich fühlte mich sehr fit und hatte ein gutes Gefühl. Die Trainings verliefen auch sehr gut. Ich war sehr nervös weil ich wusste das die Strecke ein wenig zu trocknen begann und dadurch auch sehr Kraftraubend war. Ich Finale sparte ich oben noch ein wenig Kraft und verbesserte mich um 1sec in der Zwischenzeit. In der unteren Sektion gab ich alles weil ich wusste, dass ich hier am meisten Zeit verlieren oder gewinnen könnte. Ich verbesserte mich um knapp 20sec auf den Seeding Run und platziere mich damit auf dem 150.ten Platz in der Elite Herren Klasse und bin damit der 25 schnellste Österreicher.

BrakeSTUFF | Teamfahrer Bernhard Maier| Saison 2015
BrakeSTUFF | Teamfahrer Bernhard Maier| Saison 2015
Glemm Ride Saalbach:
Saalbach war eine sehr schnelle und nicht sehr technische Strecke. Leider war ich die ganze Woche Krank. Ich hatte Fieber und fühlte mich sehr schwach. Aber ich wollte es trotzdem versuchen. Am Freitag fuhr ich nur zwei langsame Trainings und legte mich dann gleich wieder ins Bett. Am Samstag fühlte ich mich nicht besser. Ich fuhr meine zwei Pflichttrainings und den Seeding Run. Mir brannte ab der Hälfte sehr stark die Lunge da in der Nacht zum Fieber auch noch Halsschmerzen dazu kamen. Ich war mit einem guten Freund auf dem Rennen, der sich danach auch um mein Bike kümmerte damit ich wieder gesund versuchen konnte. Am Finaltag hatte ich sehr starke Halsschmerzen und Fieber. Ich fühlte mich sehr schwach. Ich fuhr nur zwei Trainingsläufe und versuchte meinen Körper danach wieder so wenig wie nur möglich zu beanspruchen. Ich wärmte mich ca. eine Stunde lang auf und fuhr dann zum Start. Ich versuchte in diesem Lauf mein Bestes zu geben und schnell zu sein. Ab der Hälfte brennte meine Lunge wie Feuer und ich merkte wie der Körper nicht mitspielte. Doch ich fuhr den Lauf und landete auf dem 61 Platz in der Expert Man Klasse.

IXS European Downhill Cup Spicak:
Der IXS Downhill Cup in Spicak war ein sehr hartes Rennen. Am Freitag im Training wurde mir schon klar, dass die Strecke sehr anspruchsvoll ist. Ich besichtigte die Strecke und versuchte die optimale Linie zu finden. Auf dieser Strecke ist das sehr schwer. Mehr als die Hälfte dieser Strecke ist ein großes Steinfeld und der Rest ist sehr eng. Aber trotzdem eine ziemlich schnelle Strecke. Die Trainings verliefen sehr gut und ich fühlte mich ziemlich schnell. Zusätzlich hatte ich eine super Unterstützung einiger Freunde. Den Seeding Run sah ich als Training an und fuhr nicht am Limit. Doch ca. bei der Hälfte packte mich der Ehrgeiz und ich ging ans Limit. In der letzten Kurve stürze ich leider weil mein Vorderreifen wegrutschte. Die Streckenbedingungen waren sehr hart. Extrem trocken und teilweise ca. 10-15cm Staub. Am Finaltag änderte sich das auch nicht. Ich kam immer besser klar mit den Bedingungen und fühlte mich richtig schnell. Die Trainings waren sehr gut und ich fühlte mich sehr gut vorbereitet. Als ich am Weg war zum Start begann es sehr stark zu Regnen. Dies machte diese ohnehin schon sehr schwierige Strecke noch um einiges schwieriger. Es wurde extrem rutschig. Da ich schon am Weg war konnte ich leider keine Regenreifen mehr aufziehen und auch das Set-Up ändern. Ich versuchte mein Bestes zu geben und fühlte mich gut. Doch es war sehr schwer zu fahren und extrem anspruchsvoll. Ich hatte im oberen Steinfeld einen Fehler da mir mein Bike ausgebrochen ist Doch ich schaffte es wieder unter Kontrolle zu bringen und fuhr den Lauf solide zu ende. Das Rennen endete für mich auf dem 102.ten Platz in der Elite Herren Klasse.

Worldgames Saalbach Hinterglemm:
Die Worldgames sind eine sehr coole Mischung zwischen zwei Arten vom Mountainbike-Rennen. Es gab ein Downhill-Rennen und gleichzeitig auch ein Cross Country Rennen. Das Rennwochenende begann wie jedes andere auch. Ich machte eine genaue Besichtigung und fand gleich einige neue Linien und nahm mir euch gleich vor diese im Training danach umzusetzen. Das Training lief sehr gut. Die Strecke war trocken aber griffig und die allgemeinen Bedingungen waren super. In der der Qualifikation konnten wir uns die Startzeiten selber aussuchen. Ich fuhr mit zwei Freunden. Ich bin ganz ohne Stress Runtergerollt und habe mir die Strecke noch einmal genau angesehen und  meine Linien getestet. Am Renntag funktionierte alles so wie ich wollte. Das Training funktionierte super. Mein Racerun war nahezu perfekt. Nur leider wollte ich zu viel und fuhr viel zu schnell in die Wurzelpassage. Ich versuchte dann die Stufen zu überspringen was ich auch schaffte nur leider rutschte ich mit dem Vorderreifen weg und knallte mit der Schulter gegen einen Baum. Ich verletzte mich dabei an der Schulter aber ich gab nicht auf. Ich versuchte noch mein Bestes zu geben doch ich schaffte es fast nicht meinen Lenker zu halten. In der letzten harten Kompression verlor ich den Lenker aus der Hand und stürzte noch ein zweites Mal. Ich fuhr den Lauf aber noch fertig und gab noch alles auf die letzten Meter. Ich fuhr trotz zwei Stürzen und einer verletzten Schulter noch auf den 21.ten Platz in der Expert Men Klasse.

BrakeSTUFF | Teamfahrer Bernhard Maier| Saison 2015
BrakeSTUFF | Teamfahrer Bernhard Maier| Saison 2015
IXS European Downhill Cup Leogang:
Das letzte Rennen der IXS European Downhill Cup Serie auf meiner Heimstrecke war sehr vielversprechend. Ich reiste extra schon am Donnerstag an um die Strecke mit der Führung genau studieren zu können. Die Strecke war ein Traum. Viel Highspeed, extrem technisch, eng, riesige Sprünge und teilweise sehr flowig. Einfach eine sehr lustige und spaßige Rennstrecke die aber auch sehr anspruchsvoll war. Die Trainings verliefen super. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf die von mir ausgewählten Linien und machte auch keine Kompromisse. Ich fühlte mich sehr schnell und hatte ein sehr gutes Gefühl. Leider stürzte ich in der Qualifikation und zog mir eine Gehirnerschütterung zu. Trotz großer Übelkeit und Erbrechen fuhr ich am Renntag noch drei Trainings. Ich fühlte mich ziemlich und hatte ein gutes Gefühl. Mein Rennlauf war perfekt. Ich traf alle meine Linien. Fuhr sicher und hatte keine Probleme und hatte mein Bike immer zu 100% unter Kontrolle. Ich gab alles was ich konnte und fuhr damit am Ende auf den 58.ten Platz in der Elite Herren Klasse im kleinen Finale.

Lakeside Race:
Das Lakeside Race ist ein Rennen wo die ganze Strecke nur auf einer Wiese verläuft mit riesigen Holzkickern, Drops und Steilkurven. Das ganze Rennen dauerte nur einen Tag und wird als Hobby-Rennen bezeichnet. Als ich dort ankam wurde mir schnell klar dass ich nicht der einzige routinierte Rennfahrer bin. Ich kannte einige Fahrer aus dem Europacup und auch zwei Worldcup Fahrer waren dabei. Die Strecke machte sehr viel Spaß und ich fühlte mich sehr wohl. Man merkte schon im Training das ich einer der schnelleren war. Die Qualifikation war kein Problem. Ich fuhr ohne Stress um Kraft für den Finallauf zu sparen. Im  Finallauf gab ich alles. Ich landete alle Sprünge perfekt und die Schlüsselstellen waren auch kein Problem. Am Ende landete ich auf den 12.ten Platz von 60.

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